Hautkrebs und seine Vorstufen

Mit der Photodynamischen Therapie steht ein neues, schonendes Therapieverfahren zur Behandlung von

  • Hautkrebs (epitheliale Tumoren wie z. B. Basaliom)
  • Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratosen, aktinische Präkanzerosen)

zur Verfügung.

Schonende Behandlungsmaßnahmen für Hautkrebsvorstufen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 100.000 Menschen an Hautkrebs. Diese Hautveränderungen entstehen vor allem durch UV Bestrahlung (Sonnenlicht). Durch das veränderte Freizeitverhalten in den letzten Jahrzehnten treten Hautkrebsvorstufen zunehmend auch im jüngeren Lebensalter auf.

Die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs und seinen Vorstufen ermöglicht zumeist eine einfache und heilende Behandlung. Regelmäßige hautärztliche Untersuchungen sind daher empfehlenswert.

Aktinische Keratosen sind sicht- und tastbare Verhornungsstörungen der Oberhaut. Sie entstehen durch Sonnenlichteinfluß und stellen eine Vorstufe von Hautkrebs dar (Präkanzerosen). Aktinische Präkanzerosen treten daher vor allem an Körperstellen auf, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind: Gesicht, unbehaarte Kopfhaut / Glatze, Handrücken, Unterarme.

Basalzellkarzinome (Basaliom, Basalzellkrebs) stellen die häufigste Hautkrebsart dar. Sie siedeln keine Metastasen ab, aber wachsen kontinuierlich und zerstören das umgebende Gewebe, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Auch diese Tumoren entstehen bevorzugt an Hautstellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Für diese Arten von Hauttumoren stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung: Röntgenbestrahlung, Operation, Kältetherapie (Kryotherapie), evtl. Laser, Chemochirurgie und Photodynamische Therapie (PDT).

Wie funktioniert die Photodynamische Therapie?

  • Ggf. Entfernung von überschüssigem Hornmaterial an der Hautoberfläche.
  • Eine spezielle Creme, deren Inhaltsstoffe sich in krankhaft verändertem Gewebe anreichern, wird aufgetragen und muß für 3 Stunden einwirken. Diese Substanz macht die kranken Hautzellen empfindlich für ein spezielles rotes Licht.
  • Diese Stellen werden im Anschluß mit einem speziell entwickelten und wissenschaftlich erprobtem, kaltem Rotlicht belichtet (8-12 Minuten). Dabei werden nur kranke Hautzellen getroffen und zerstört, da nur diese die Wirkstoffe der Creme in der notwendigen Menge aufnehmen. Das gesunde Gewebe wird geschont. Da hierbei brennende Schmerzen auftreten können, ist ggf. eine geeignete Betäubung (Creme, Kühlung, Injektion) erforderlich.
  • Die Behandlung muß nach einer Woche wiederholt werden.
  • Für die nächsten 2-3 Wochen tritt eine Entzündungsreaktion auf (Rötung, evtl. Nässen, Schwellung, Missempfindungen).

Die Behandlung ist schonend und wenig zeitaufwendig. Narben sind in der Regel nicht zu befürchten. Es handelt sich um ein, in  internationalen klinischen Studien wissenschaftlich auf Wirksamkeit und Verträglichkeit erprobtes Therapieverfahren.

Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden, die Heilungsphase ist kurz und bedeutet kaum eine Belastung für den Patienten.

Derzeit übernehmen nur die privaten Krankenkassen die Kosten für die Behandlung.